Abschlusskosten entstehen bei Abschluss eines Versicherungsvertrages. Die Kosten unterteilen sich dabei in zwei Arten: Zum einen die eigentlichen Abschlusskosten und zum anderen die Vertriebskosten. Versicherer mit einem Multi-Channel-Vertrieb (also beispielsweise Ausschließlichkeit, Makler, Banken und Direktvertrieb) haben höhere Vertriebskosten als Versicherer, die über weniger Vertriebskanäle verfügen. Die durchschnittlichen Abschlusskosten bei Versicherern im Multi-Channel-Vertrieb beträgt im Schnitt etwa 5,4%. Unternehmen, die sich auf zwei Vertriebskanäle beschränken, können diese Kosten im Schnitt auf 4,5% senken. Das kommt den Versicherten zugute, denn je niedriger die Abschlusskosten ausfallen, desto mehr kann z.B. in die Rückstellungen für Beitragsanpassungen (RfB) fließen. Die Abschlusskosten trägt der Versicherte vor allem in den ersten Jahren nach Vertragsabschluss und wird vom Rückkaufswert abgezogen. In dieser Phase ist die Kündigung einer Lebensversicherung besonders teuer.