Unter geschlossenen Fonds versteht man Gesellschaften, an denen sich Investoren innerhalb eines festgelegten Platzierungszeitraums beteiligen, um gemeinsam eine einmalige Investition mit begrenzter Laufzeit zu tätigen (unternehmerische Beteiligung). In der Regel geschieht dies mit dem Ziel, Erträge in Form von jährlichen Ausschüttungen zu erwirtschaften. Die am stärksten verbreiteten Anlagekategorien deutscher geschlossener Fonds waren traditionell Immobilien und Schiffe. Aber auch Energieanlagen, Flugzeuge, Infrastrukturprojekte oder bestehende Lebensversicherungen sind Assetklassen, in die geschlossene Fonds investieren. Zusätzlich zum Kapital der Anleger wird oftmals weiteres Fremdkapital aufgenommen. Die Rechtsform der geschlossenen Fonds ist üblicherweise die Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung. Beteiligungen an geschlossenen Fonds können teilweise auf einem Zweitmarkt, z.B. über  Fondsdirekt gehandelt werden. Aus Anlegersicht ist die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds eine unternehmerische Beteiligung, die entsprechend immer auch das Risiko eines Totalverlusts beinhaltet.