Ursprünglich waren alle Versicherungsgesellschaften Vereine auf Gegenseitigkeit. Die Rechtsform der Aktiengesellschaft kam später hinzu. Der erste Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit wurde 1820 in Gotha gegründet: Die Gothaer Versicherung, die diese Rechtsform bis heute beibehalten hat. Das Grundprinzip lautet: Ein Jeder trage des Anderen Last: Sowohl Gewinne, als auch Kosten werden auf alle Versicherten (und Vereinsmitglieder) gleichmäßig verteilt. So profitiert jeder in gleicher Weise und große Schäden und Risiken werden abgemildert. Der Anteil der Versicherten am Erfolg der Gesellschaft ist dabei gesetzlich vorgeschrieben: Er beträgt von 90% an den Kapitalerträgen, 75% an den Risikogewinnen und 50% von sonstigen Gewinnen. Die sechs größten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit sind der VolkswohlBund, die Debeka, die Alte Leipziger, Iduna, WWK und die Gothaer Versicherung.